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Unsere Verquickungen mit dem VWI

26.09.2011 von Mark Poppenborg (Kommentare: 4)

Warum wir mit einem Berufsverband anbändeln.

Inzwischen über 5000 Wirtschaftsingenieure und davon ca. 2700 Studenten - der Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V. (www.vwi.org) wächst seit Jahren in zweistelligen Raten und trotzdem: Es ist ein "Netzwerk mit Persönlichkeit". Die Mitglieder: Hochkaräter, Unternehmer, Geschäftsführer, High Potentials - you name it, würden die Engländer sagen. Ein Verband der sich sehen lassen kann.

 

Seit einigen Wochen sind wir Fördermitglied im VWI und um gleich alle Missverständnisse zu beseitigen: ja, natürlich auch aus Eigennutz. VWI-Mitglieder lernen uns kennen, werden Teil unserer Bewegung, erzählen anderen VWI-lern von uns - wär' doch doof, das nicht zu nutzen.

 

Und gleichzeitig hat unsere Fördermitgliedschaft eben auch eine sehr fördernde Note. Ganz persönlich kenne, schätze und unterstütze ich den Verband seit vielen Jahren, in den Jahren 2005-2007 auch als Mitglied im Vorstand. Daher weiß ich, dass der Verband viel leistet, um junge Menschen mit den nötigen Kompetenzen für die Jobs der Zukunft auszustatten. Neben seiner Funktion als Berufs- und Interessenverband, schließt der VWI nämlich eine klaffende Lücke in der Hochschul-Ausbildung. Er überwindet ein System-Problem. Unsere Hochschulen sind im wesentlichen Wissensvermittler. Sie vermitteln Wissen des Wissens willen. Unsere Studenten lernen für die Note, für den Moment, oft zusammenhangslos, theoretisch, meist noch in Frontalbeschallung. Stellen Sie sich vor ein Pilot würde nur Theorieunterricht bekommen. Nur die Schulbank drücken. Würden Sie mit ihm fliegen? Ich nicht. Warum lassen sich dann Abertausende von Managern führen, die auch nur die Theorie gelernt haben? Wo lernen wir denn wirklich Führung in der Praxis? Eigentlich erst in der Führungsposition selbst. Doch da ist es schwer zu lernen. Es braucht einen hervorragenden Mentor, eine tolerante Mannschaft und viel Selbstreflexion. Und dann, ja dann können sich unter Umständen auch mal in der Praxis gute Führungskräfte entwickeln. Doch die Regel sieht anders aus. Die meisten von uns haben die leidige Erfahrung schon machen müssen, unerfahrene und untrainierte Führungskräfte ertragen zu müssen. Es ist ein System-Problem. Wie sollen sie es denn gelernt haben? Sie haben ihren Pilotenschein im Hörsaal gemacht. Und hier leistet der VWI einen hervorragenden Beitrag. Er ist der Sandkasten des Führungsnachwuchses.

Die studentischen Mitglieder im VWI gründen Hochschulgruppen, organisieren Seminare, Exkursionen, Strategietage. Sie rekrutieren Nachwuchs, sie akquirieren Sponsoren, sie fallen hin, sie stehen auf. Sie lernen den wirklich wichtigen Teil ihrer Hochschulausbildung - der sie dazu befähigt im Berufsleben Großes zu leisten. Dass der VWI neben dieser Funktion als Talentschmiede nebenbei noch berufliche Orientierungshilfe leistet, ganz praktisch im Studium unterstützt und eine exklusive Netzwerkplattform darstellt, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

 

Ein toller Verband, finden wir. Ist intrinsify.me jetzt ein Unternehmen speziell für Wirtschaftsingenieure? Ganz bestimmt nicht. Und trotzdem finden wir im VWI natürlich auch einige potentielle Stypes. Ganz eigennützig.

 

Ich danke Annett, Judith, Madlin, Marcel und Tim (hochengagierte VWI-Mitglieder), die mich angeregt haben, unsere Fördermitgliedschaft hier zu begründen.

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Kommentar von Iris | 26.09.2011

Auf den Punkt gebracht! Dem kann ich (auch als ehemaliger Hochschulgruppenvorstand) nur voll zustimmen.

Kommentar von Tim | 26.09.2011

Beschreibt sehr schön den Gesamtumstand und sollte von jedem Skeptiker - egal welcher Seite - gelesen werden.

Kommentar von Julian | 26.09.2011

Also ich spiele sehr gerne im "Sandkasten des Führungsnachwuchses"! Schöner und richtiger Artikel!

Kommentar von Max | 26.09.2011

Schön geschrieben!
Jetzt weiß ich auch, warum ich im Studium teilweise mehr für den VWI als für die Klausuren gearbeitet hab... ;)