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Wie man Unternehmenskultur beobachtet – Tonaufnahme beim Kunden

Mark Poppenborg   9 Kommentare

Schau uns bei der Beratungsarbeit über die Schultern Ich habe in diesem Blog schon einiges über Unternehmenskultur geschrieben. Dabei waren u.a. einige Analogien zur Unternehmenskultur, ich habe vorgestellt warum Change Projekte meistens schief gehen oder warum Appelle an ein besseres Miteinander sinnlos sind. In einem weiteren Artikel habe ich erläutert wie man die Systemtheorie nutzen kann, um Unternehmenskultur zu verstehen. Doch Unternehmenskultur ist und bleibt ein schweres Thema. Die Wirkzusammenhänge werden selten richtig dargestellt und sie sind auch bei richtiger Darstellung extrem schwer nachzuvollziehen. Noch schwerer wird es, wenn man versucht im Unternehmensalltag als Manager oder Berater das neu erworbene Wissen einzusetzen. Deshalb hilft es, sich dem Thema immer wieder auf andere Weise zu nähern. Dieses Mal wähle ich mal eine ganz andere Einflugschneise…. weiterlesen

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Braucht ein Unternehmen eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit

Mark Poppenborg   Keine Kommentare

…ist die falsche Frage. Mein Artikel letzte Woche hat für viel Verwirrung, sogar ein wenig Empörung, gesorgt. „Hat der Mark jetzt einen an der Waffel? Hat er die Seiten gewechselt? Ist er nun zum profitgierigen Kapitalisten mutiert?“ Oder: „Bei intrinsify.me geht es doch um happy working people. Wieso stellt er dann diese erstrebenswerte Zufriedenheit der arbeitenden Menschen in Frage?“ Nichts davon trifft zu. Deshalb hat es mich schon ein wenig verletzt, dass manche Kommentare in diese Richtung gingen. Ich muss mich wirklich sehr unglücklich ausgedrückt haben. Es mag den Anschein haben, als hätte ich mich von Sinnstiftung und Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz abgewandt. Aber das Gegenteil ist der Fall. Mir geht es mehr denn je um happy working people! Ich habe selbst… weiterlesen

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Die Wirtschaft interessiert sich nicht für happy working people

Mark Poppenborg   8 Kommentare

…und bekommt sie trotzdem. Der folgende Artikel hat für einige Leser Missverständnisse ausgelöst. Deshalb empfehlen wir diesen Folgeartikel im Anschluss als Ergänzung. „Mensch, ärgere dich nicht.“ So ziemlich jeder kennt ihn – den Klassiker unter den Brettspielen. Man versucht, seine Mannschaft als erste ins Häuschen zu kriegen. Notfalls wird taktisch gefoult – und der andere rausgeschmissen. So sind die Regeln. Nehmen wir mal an, man wäre mit diesem ewigen Gegeneinander nicht glücklich und würde sich einen Wert, der gesellschaftlich ganz oben steht – nämlich, das kooperative Miteinander – ausborgen und in diesem Spiel anwenden. Wie sähe das aus? „1, 2, 3, 4, 5“ zählt Timm. Er zögert und setzt dann ein anderes Männchen. Maximilian strahlt: „Danke Dir, dann kann ich ja… weiterlesen

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Unternehmensgründung braucht keinen Mut

Mark Poppenborg   8 Kommentare

Es ist immer die Rede vom mutigen Unternehmer. Es scheint, als müsste man schon fast waghalsig sein, um gründen zu können. Ich bin von dem Gegenteil überzeugt. Ich glaube sogar, dass Mut eher eine Gefahr darstellt, wenn man ein Unternehmen gründen will.Auch wird immer von der Scheiterkultur gesprochen. »Das Scheitern muss man feiern, damit es kulturell akzeptiert wird«, höre ich oft. »Echte Unternehmer riskieren alles. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt«.Das Phrasenschwein freut sich, wenn diese und ähnliche Stammtischparolen ausgerufen werden. Doch ich glaube, dass die Realität anders aussieht. Aber der Reihe nach. Dieser Blog-Artikel ist auf etwas andere Weise entstanden als sonst. Ein alter Stufenkamerad schrieb mich kürzlich an. Das letzte Mal hatte ich ihn auf unserem 10-jährigen Abitreffen… weiterlesen

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Teamgeist: Wie man die Kooperation von Mitarbeitern fördert

Mark Poppenborg   6 Kommentare

Die besten Einzelspieler ergeben noch nicht das beste Team. Höchste Konzentration. Im Sprint ein kurzer Blick nach rechts. Weiter sprinten. Nochmal ein kurzer Blick nach rechts. Endspurt. JETZT! Pass mit dem linken Fuß. Punktlandung, direkt auf den Fuß des Teamkollegen. Der übernimmt im Lauf. Rennt um sein Leben. Und… zieht ab. TOR! Was hat der Mannschaft zu diesem Traumtor verholfen? War es der Weltklasse-Sprint bei der Vorlage? War es die Genauigkeit des Passes? Die exakte Übernahme? Oder der perfekte Schuss auf’s Tor? Kein Entweder-Oder. Vielmehr ein Alles-Zusammen! Sowohl bei der Flanke als auch beim Torschuss braucht es die Höchstleistung des Spielers. Schnelligkeit, Technik und Ausdauer. Entscheidend ist jedoch das perfekte Zusammenspiel der beiden. Die Spieler müssen kooperieren. Verantwortung zuteilen Nehmen… weiterlesen

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Prozessorientierte vs. Inhaltsorientierte Beratung von Unternehmen, die „New Work“ wollen

Ardalan Alexander Ibrahim   8 Kommentare

Von Priestern und Narren „Wir wissen, was gut für Dich ist“. – In welchem Kontext, könnte dieser Satz fallen? Der erste, der mir einfällt, ist „Erziehung“. Und zwar Erziehung im Altvorderen-Style. In vielen individuellen Beratungskontexten wird dennoch weiterhin der Kunde in genau diesem Sinne „erzogen“. Oft punktuell, themengebietsbezogen. Oft mit Absicherungen („am Ende entscheiden Sie, was Sie tun…“) aber eben doch erzogen. Gemeinsame Annahme ist: Der Berater weiß besser, was für den Kunden gut ist als der Kunde selbst. Sinn macht das, wenn man eine Wissensasymmetrie zwischen Berater und Beratungskunden voraussetzt. So wird Rechtsanwälten, Ärzten, Steuerberatern, ja und manchmal auch Versicherungsvertretern eine solche Wissensasymmetrie unterstellt. Von beiden Seiten: Kunde wie Berater gehen davon aus, dass der eine „über die Sache“… weiterlesen

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Wann Open Space Veranstaltungen Schaden anrichten

Mark Poppenborg   3 Kommentare

Worauf man bei der Durchführung von Großgruppenformaten achten muss Aus der aktuellen Unternehmensstrategie die konkreten Unternehmensziele ableiten? Oder: Eine neue Geschäftsidee keimt auf, und sie braucht jetzt Futter – für ihren nächsten Schritt in Richtung Marktreife? Solche Prozesse sind in der Regel Chefsache… Ideen werden im exklusiven Kreis erarbeitet. Die erste Führungsebene, vielleicht noch die zweite. Feste Agenda, feste Arbeitsfenster, klare Ergebnisse. Aber die Exklusivität hat einen Haken: Man nutzt nur einen Bruchteil der Kompetenzen im Unternehmen, und am Ende müssen die Ergebnisse dann auch noch aufwendig in die Organisation hineingetragen werden. So richtig flutscht das nicht. Und so gehen Unternehmen mehr und mehr dazu über, Mitarbeiter in die Organisationsentwicklung einzubinden. „Wir haben schlaue Leute, das sollten wir nutzen!“ Die… weiterlesen

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Landkarte der Neuen Arbeit

Bärbel Röpke-Stieghorst und Rainer Pivit   4 Kommentare

Es wird viel über „New Work“, „Neue Arbeit“, „Arbeit 4.0“, „Management (3.0 und) 4.0“, „agile Unternehmenskultur“ und noch manch andere Begriffe gesprochen – und alle meinen in etwa das Gleiche. Es geht um Unternehmenskultur. Kultur ist in ihrer Vielfalt schwer in Worten zu fassen. Das Agile Manifest allein reicht nicht. Das Kultur-Modell von Frédéric Laloux hilft, Neue Arbeit zu verstehen, kann aber auch nicht alle Aspekte abdecken. Die Welt der Neuen Arbeit ist bunter und vielfältiger. Und so entstand die Idee bei einem Wevent im Herbst 2015, die Neue Arbeit in einer Landkarte zu skizzieren. Eine Sammlung an Landmarken wurden erstellt. Dann weiter ausgearbeitet, gezeichnet, gedruckt und schließlich als interaktive Landkarte online gestellt. Kennst du schon das „Ufer der Selbstwirksamkeit“?… weiterlesen

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Wie straff organisierte Steuerung zu mehr Mitarbeiterzufriedenheit führt

Mark Poppenborg   4 Kommentare

Selbstorganisation ist nicht immer die richtige Antwort „Wie war das nochmal“, fragt Jan zum gefühlt 30. Mal seinen Kollegen. Er will mal wieder einen neuen Newsletter im Content Management System des Kunden anlegen. Ein uraltes Ding, das besondere Zuwendung braucht. Es gibt zig Dinge zu beachten. Irgendwie kann er die nicht behalten. Was ein Frust! Und sein Kollege ist auch kurz vor dem Ausflippen. Täglich grüßt das Murmeltier… Solche Situationen kennt ihr sicher auch. Vielleicht müsst ihr die Reihenfolge beim Zusammenbau eines Vormontageteils jedes Mal wieder beim Meister nachfragen. Oder in der Kanterei weiß man mal wieder nicht, auf welche Länge das Blech für den Standard-Auftrag 2315 gekantet werden muss, weil dort die Begleitpapiere immer fehlen. Die Kontakthistorie der Verkaufsgespräche… weiterlesen

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Überwachung am Arbeitsplatz: Wie sie in 6 Phasen entsteht

Mark Poppenborg   4 Kommentare

Wie sie entsteht, die Überwachung am Arbeitsplatz. Und wie man sie wieder loswird. 8.30 Uhr. Pling. Gestempelt. Und wenn es die gute alte Stempeluhr nicht mehr gibt, dann sorgt der Chefrundgang dafür, leere Stühle zu identifizieren. Und zu hinterfragen. Warum ist Meier noch nicht am Platz? Weiß jemand, wo Frau Hartmann steckt? Der Vertriebler will seinen Kunden besuchen. Es gibt da ein Problem mit der neuen Hardware. Und so will er den Techniker mitnehmen. Dann heißt es, Reiseformulare ausfüllen und Argumente liefern, damit der Techniker auch mit DARF. Später steigen beide in die Bahn. Sie müssen ein paar Mal umsteigen, denn der Kunde sitzt ziemlich in der Pampa. Ein Mietwagen wäre praktischer gewesen, aber den gibt’s erst, wenn der Zielort… weiterlesen

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