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Welche formale Konstitution passt zu Selbst- und Netzwerkorganisationen

Bernd Oesterreich   Keine Kommentare

Die Genossenschaft und die Vereins-GmbH als Rechtsform in der neuen Arbeitswelt Wenn wir über Organisation und Führung von Unternehmen sprechen, dann meistens in Bezug auf die Organisation der angestellten Mitarbeiter eines Unternehmens. Aber was ist ein Mitarbeiter oder ein Kollege? Die Unterscheidung zwischen fest angestellten und selbständigen KollegInnen verschwimmt. Was bedeutet dies für die formale Konstitution eines Unternehmens? Immer öfter treffe ich Menschen, die neben ihrer Festanstellung auch Teilzeit-Selbständige sind und beispielsweise 1 – 2 Tage/Woche mit Unterstützung ihres Arbeitgebers ihren eigenen Beratungs-, Coaching-, Trainings-, Entwicklungs- oder Handelsgeschäften nachgehen. Ebenso registriere ich zunehmend, dass der Ansprechpartner eines Unternehmens dort gar nicht angestellt ist, sondern diese Rolle als Selbständiger per Dienstleistungs- und Beratungsvertrag ausübt. Aber auch immer mehr klassisch Angestellte arbeiten… weiterlesen

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Eine systemtheoretische Betrachtung von Demokratie im Unternehmen

Mark Poppenborg   7 Kommentare

Stellungnahme zur Demokratiedebatte Vor einigen Wochen habe ich einen Artikel veröffentlicht, der die Idee des Demokratischen Unternehmens kritisiert. Dabei habe ich die Position vertreten, dass demokratisch getroffene Entscheidungen dem Unternehmen keinen wirtschaftlichen Nutzen verschaffen und Innovation im Wege stehen. Auf meinen Artikel gab es einige Kritik u.a. von Stephan Roth, Frank Widmayer, Ardalan Ibrahim und vermutlich auch von Andreas Zeuch, was ich aber nur mutmaßen kann, da ich in einem seiner Beiträge nicht namentlich genannt werde. Zu dieser Kritik (u.a. auf diesem Facebook Thread) werde ich in diesem Beitrag Stellung beziehen. Im Wesentlichen möchte ich zeigen, dass Demokratie nicht das Gegenteil von Diktatur ist. Sowohl Diktatur als auch Demokratie gehören auf dieselbe Seite einer wichtigen Unterscheidung. Nämlich der Unterscheidung zwischen… weiterlesen

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Employer Branding: Wieso man eine Arbeitgebermarke nicht machen kann

Mark Poppenborg   4 Kommentare

Taten sagen mehr als Worte Die Wohnungsanzeigen sind voll davon – voll von ruhigen solventen Paaren, die eine Bleibe suchen. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kenne kein „ruhiges Paar“. Höchstens meine Großeltern. Aber die haben schon eine Wohnung. Nehmen wir mal an, unser „ruhiges Paar“ kriegt sie, die Traumwohnung. Wer wird angebissen haben? Richtig, ein Vermieter, der auf eine ruhige und gesittete Hausgemeinschaft großen Wert legt. Will unser Paar das? Ich glaube nicht. Die beiden wollen sicher ganz groß in ihren Geburtstag reinfeiern. Sie wollen auf den neuen Job anstoßen. Sie wollen vielleicht auch eine Familie gründen. Und dann kommt Leben in die Bude… Vielleicht will ja auch unser Vermieter etwas ganz anderes? Vielleicht liebt er… weiterlesen

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Unternehmensvision: Warum Leitbilder & Co. vor allem praxistauglich sein müssen

Mark Poppenborg   9 Kommentare

Wie wichtig sind Unternehmensvisionen und Leitbilder in Unternehmen? Alice steht an einer Kreuzung im Wunderland, als die Grinsekatze plötzlich vor ihr erscheint. Alice fragt sie, welchen Pfad sie einschlagen soll: “Das kommt ganz darauf an, wo Du hin willst”, antwortet die Katze. Aha, ein Ziel braucht es. Soweit klar. Das bestätigt auch die gängige Unternehmens-Lehre: Jedes Unternehmen braucht dieses Ziel – den Nordstern. Der passende Begriff aus dem Lehrbuch: Die Vision. Gern auch in Begleitung mit den Kollegen „Mission“ und „Leitbild“. Diese Lehre ist jedoch längst nicht unumstritten. Und was für die einen unverzichtbar erscheint, ist für andere nur Spinnerei. Vision – was soll das bringen? Was soll dabei schon rumkommen, wenn ich mich auf einen Felsen setze und den… weiterlesen

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Regression zur Mitte: Wie Du bei der Führung von Mitarbeitern Deine Wirkung überschätzt

Mark Poppenborg   2 Kommentare

Warum wir mithilfe der Falsifikation besser fragen sollten, warum etwas nicht geht ‚Irgendwas stimmt mit Martens nicht. Ich bin doch ganz anderes von ihm gewohnt…‘ Wenn du als Chef so etwas denkst, dann bist du ratzfatz in der Pflicht, oder? Eine Führungskraft hat schließlich dafür zu sorgen, dass ihre Schäfchen zur Höchstform auflaufen. Und davon auch bestenfalls nie wieder abrücken. Was tust du also als verantwortungsbewusster Chef? Richtig. Du bestellst Martens in dein Büro. Und weil du einer von den Guten bist, weißt du auch, dass Druck nichts bringt. Du sorgst also dafür, dass Martens sich in deinem Büro wohl fühlt. Du lobst ihn ein bisschen. Du sagst, dass er sich getrost immer melden kann, wenn er mal Fragen hat…. weiterlesen

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Arbeitszeiterfassung: Wie das Stempeln Mitarbeiter demotiviert

Mark Poppenborg   3 Kommentare

  Warum Zeiterfassung Nonsens ist. Senden. Und fertig. Jetzt noch die Unterlagen sortieren, und dann ab nach Hause. Vorher noch ein Blick auf die Uhr. Oh nee, noch zu früh. Wenn ich jetzt gehe, gibt’s wieder einen Spruch von Martens. Bei dem brennt ja auch noch Licht‘, denkt er. So studiert Schulze noch einmal das Protokoll vom Meeting gestern. Und er nimmt sich schon mal das Angebot vor, mit dem er eigentlich morgen früh starten wollte. Doch, um jetzt konkret mit Zahlen zu hantieren, ist er eigentlich schon viel zu müde… Merkt Ihr, was hier passiert? Obwohl es keinerlei Wert fürs Unternehmen hat, bleibt Schulze an seinem Arbeitsplatz. Weil es Engagement vorgaukelt. Und weil Martens es auch so macht. Aber… weiterlesen

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Das Demokratische Unternehmen: Wieso es nicht funktionieren kann

Mark Poppenborg   8 Kommentare

Demokratie in Unternehmen kann nicht funktionieren und ist eine romantische Denkillusion. Volksentscheid. Bürgernähe. Faire Abstimmung und Interessenvertretung. Demokratische Errungenschaften sind ein Segen. Sie sichern die Einhaltung der Menschenrechte. Sie schicken die Willkür vom Platz. Und sie lassen uns friedlich aufwachsen. Gott sei Dank! Denn demokratische Staaten führen keine Kriege. Selten jedenfalls. Demokratie hat auch etwas Wild-Romantisches. Für Demokratie wurden Säbel geschwungen, Barrikaden gebaut und leidenschaftliche Lieder verfasst. Demokratie ist ein Wert an sich. So ist es nicht verwunderlich, wenn wir sie in all unsere Lebensbereiche tragen wollen. Fair soll es zugehen, keiner soll untergebuttert werden. Nicht im Sandkasten. Und auch später nicht, im Berufsalltag. Und so ist uns auch bei intrinsify.me bei unseren Gedankenexperimenten zur neuen Arbeitswelt sicher das eine… weiterlesen

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Kein Mitarbeiter kann sich leisten auf Appelle zu hören

Mark Poppenborg   Keine Kommentare

Gute Führung sucht nach dem Sinn im Unsinn und verzichtet auf Appelle. Winterferien. „Blau Gelb“ und der „VFB“ suchen händeringend einen Ort, an dem sie in den nächsten Wochen trainieren können. Die Stadt hat jedoch nur eine nutzbare Sporthalle. Was tun? Auswürfeln? Lose ziehen? Die Idee der Trainer: Die beiden Mannschaften teilen sich die Halle. Faire Idee. Aber: Wer die „Teufelskicker“ kennt, weiß um die erbitterte Feindschaft der beiden Vereine im Raum Stuttgart. Die Sterne stehen also nicht besonders günstig für ein faires Miteinander der beiden Mannschaften. Die Trainer tun ihr Bestes. Sie appellieren an den Sportsgeist der Kontrahenten. Klar, sind sie Gegner auf dem Platz. Aber hier haben sie doch das gleiche Ziel: Sie wollen die Ferien zum Trainieren… weiterlesen

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4 Gründe warum Work-Life-Balance nichts mit moderner Führung zu tun hat

Mark Poppenborg   5 Kommentare

Bonding geht anders. Über Work-Life-Balance wurden schon ganze Bücherregale vollgeschrieben. Immer wieder geht es darum, sich nicht von der Arbeit auffressen zu lassen. Einen Ausgleich zu schaffen. Neben dem Job auch noch andere – erfüllende – Tätigkeiten auszuüben. Dinge, die den Akku wieder aufladen. Man sprich von der sogenannten Quality Time – der wenigen Zeit, die man für die wichtigen Dinge im Leben hat. Und die soll man gut nutzen. Sich Zeit für die Familie nehmen oder fürs Hobby. Das haben auch die Unternehmen verstanden. Sie haben verstanden, dass sie ihren Mitarbeitern genau diese Möglichkeiten bieten müssen. Genug Freiraum nämlich. Und zwar NEBEN der eigentlichen Arbeit. Das wird umso wichtiger als Talente heute sehr schwer zu bekommen – und fast… weiterlesen

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Was ist eigentlich Scrum?

Alexander Krause   3 Kommentare

Über Scrum Master, das agile Manifesto & Co. Die meisten Unternehmen bewegen sich heute in zunehmend unberechenbaren Umgebungen. Klassische Projektmanagement-Methoden geraten dabei an ihre Grenzen. Um den Ansprüchen nach Flexibilität, Planbarkeit, Nutzerorientierung und Mitarbeitermotivation gerecht zu werden hat die IT-Branche nun auf „agile Methoden“ umgestellt. Auch viele andere Branchen beginnen agiles Vorgehen einzusetzen. Mit einem Anteil von 86% ist Scrum die meist genutzte agile Methode (Studie Status Quo Agile 2014). Das Wort Scrum entstammt dem Rugby und bedeutet „angeordnetes Gedränge“. Das Team drängt sich um die Aufgabe. Richtung, Regeln und Rollen sowie Zeit und Ort sind festgelegt aber im Gedränge kommunizieren die Teammitglieder und planen jeden Spielzug der Situation entsprechend neu, so reagieren sie auf das jeweilige Umfeld und werden… weiterlesen

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