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Artikel getaggt mit "Steuerung"

Kann es Selbstorganisation ohne Kontrollverlust geben?

Kann es Selbstorganisation ohne Kontrollverlust geben?
Mark Poppenborg   Keine Kommentare  
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Es ist früher Montagnachmittag in einem ganz normalen Betrieb. Man war gerade zu Mittag. Dass der Kohlenhydrateverzehr nicht nur wenig später müde macht, sondern auch das Hüftgold mehrt, ist zwar den meisten Kollegen bewusst, aber wenn man die kleine Sünde gemeinsam begeht, hilft die dadurch gestiftete Leidensgenossenschaft über das schlechte Gewissen hinweg. Vollgestopft mit Pasta Carbonara erreichen die Abteilungsleiter-Kollegen deshalb gerade noch rechtzeitig den Jour Fix, der wie jeden Montag für 14 Uhr angesetzt ist. Der Bereichsleiter ist sieben Minuten verspätet. Als er schließlich reinkommt, hat die Runde eigentlich schon einen ganz guten Gesprächsstand erreicht. Nachdem er sein Telefonat beendet, das er gerade noch führt, bittet er aber darum, kurz noch mal zusammenzufassen. Gong! Zusammen mit dieser Aufforderung setzt dann… weiterlesen

Hierarchie und trotzdem gute Führung? Drehe sie um!

Hierarchie und trotzdem gute Führung - Drehe sie um
Bodo Wünsch   3 Kommentare  
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Die Kriterien hierarchischer Organisationen (HORGS) muss ich hier sicher nicht beschreiben. Ihr erlebt sie jeden Tag. Wer sich schon länger mit neuen Arbeits- und Führungsprinzipien befasst (z.B. „New Work“, hierarchiefreie Organisation, dynamikrobuste Höchstleistung, der steht „Methoden“ zu Recht sehr kritisch gegenüber. Mein Vorbild bis 2015: Zeppelin Universität, Friedrichshafen In meinem Alltag, bei meinem aktuellen Arbeitgeber, setze ich ein Führungsprinzip ein, das ich erstmals während meiner als ausgesprochen großartig empfundenen Zeit an der Zeppelin Universität, dort in der Verwaltung, erlebt und erlernt habe. Heute setze ich es mit Erfolg als „Vorgesetzter“ andernorts ein. So gelang es mir etwa auf Anhieb, eine ziemlich belastete, ja überlastete Arbeitsbeziehung, die einer meiner „Unterstellten“ bislang „nach oben“ hatte, zu retten. Kein Selbstlob an dieser Stelle,… weiterlesen

5 Anzeichen, dass Eure Mitarbeiter doch noch motiviert sind

Mark Poppenborg   Keine Kommentare  
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Warum der Zweifel an der Organisation berechtigter ist als der Zweifel an den Mitarbeitern »Unsere Mitarbeiter machen nur noch Dienst nach Vorschrift. Intrinsische Motivation? Fehlanzeige. Es mag ja Mitarbeiter geben, die eigenverantwortlich Initiative ergreifen, aber unsere gehören ganz sicher nicht dazu. Uns bleibt nichts anderes übrig, als per Zuckerbrot und Peitsche zu führen. Sonst würde hier gar nichts mehr laufen.« So oder so ähnlich höre ich das häufig. Natürlich nicht überall, aber vielerorts. Die Mitarbeiter sind einfach nicht zu gebrauchen. Dabei müssten sie sich doch nur ein bisschen anstrengen. Es erscheint aus der Management-Perspektive oft unverständlich, bisweilen unglaublich, dass die Mitarbeiter sich so dämlich anstellen können. Warum der Blick auf „die da unten“ getrübt sein kann, haben wir auf unserem… weiterlesen

Ohne Projektnummer helfe ich Dir nicht

Mark Poppenborg   6 Kommentare  
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Warum man keine verursachungsgerechte Zeiterfassung betreiben sollte Tor auf. Schranke auf. Karte rein. Piep. Registriert. So oder so ähnlich läuft er in der Regel ab – der Arbeitsbeginn in vielen klassischen Unternehmen. Es ist Gang und Gebe, dass Arbeitszeit erfasst wird. Dass wir nachweisen, wann wir kommen und gehen. In den meisten Unternehmen ist das heute im 21. Jahrhundert zwar purer Unsinn, aber machen tut man es trotzdem. Da müssen wir sicher nicht lange streiten. Hier habe ich die Folgen davon beschrieben. Doch der Erfassungs-Spuk geht noch weiter. So ist es absolut üblich, dass Mitarbeiter ihre Arbeitsstunden nicht nur erfassen sondern auch verursachungsgerecht buchen sollen. Dafür haben Unternehmen die unterschiedlichsten Wege gefunden. Manchmal bucht man die Stunden auf eine Kostenstelle,… weiterlesen

Wie straff organisierte Steuerung zu mehr Mitarbeiterzufriedenheit führt

Mark Poppenborg   4 Kommentare  
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Selbstorganisation ist nicht immer die richtige Antwort „Wie war das nochmal“, fragt Jan zum gefühlt 30. Mal seinen Kollegen. Er will mal wieder einen neuen Newsletter im Content Management System des Kunden anlegen. Ein uraltes Ding, das besondere Zuwendung braucht. Es gibt zig Dinge zu beachten. Irgendwie kann er die nicht behalten. Was ein Frust! Und sein Kollege ist auch kurz vor dem Ausflippen. Täglich grüßt das Murmeltier… Solche Situationen kennt ihr sicher auch. Vielleicht müsst ihr die Reihenfolge beim Zusammenbau eines Vormontageteils jedes Mal wieder beim Meister nachfragen. Oder in der Kanterei weiß man mal wieder nicht, auf welche Länge das Blech für den Standard-Auftrag 2315 gekantet werden muss, weil dort die Begleitpapiere immer fehlen. Die Kontakthistorie der Verkaufsgespräche… weiterlesen

Eine systemtheoretische Betrachtung von Demokratie im Unternehmen

Mark Poppenborg   7 Kommentare  
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Stellungnahme zur Demokratiedebatte Vor einigen Wochen habe ich einen Artikel veröffentlicht, der die Idee des Demokratischen Unternehmens kritisiert. Dabei habe ich die Position vertreten, dass demokratisch getroffene Entscheidungen dem Unternehmen keinen wirtschaftlichen Nutzen verschaffen und Innovation im Wege stehen. Auf meinen Artikel gab es einige Kritik u.a. von Stephan Roth, Frank Widmayer, Ardalan Ibrahim und vermutlich auch von Andreas Zeuch, was ich aber nur mutmaßen kann, da ich in einem seiner Beiträge nicht namentlich genannt werde. Zu dieser Kritik (u.a. auf diesem Facebook Thread) werde ich in diesem Beitrag Stellung beziehen. Im Wesentlichen möchte ich zeigen, dass Demokratie nicht das Gegenteil von Diktatur ist. Sowohl Diktatur als auch Demokratie gehören auf dieselbe Seite einer wichtigen Unterscheidung. Nämlich der Unterscheidung zwischen… weiterlesen

Das Demokratische Unternehmen: Wieso es nicht funktionieren kann

Mark Poppenborg   8 Kommentare  
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Demokratie in Unternehmen kann nicht funktionieren und ist eine romantische Denkillusion. Volksentscheid. Bürgernähe. Faire Abstimmung und Interessenvertretung. Demokratische Errungenschaften sind ein Segen. Sie sichern die Einhaltung der Menschenrechte. Sie schicken die Willkür vom Platz. Und sie lassen uns friedlich aufwachsen. Gott sei Dank! Denn demokratische Staaten führen keine Kriege. Selten jedenfalls. Demokratie hat auch etwas Wild-Romantisches. Für Demokratie wurden Säbel geschwungen, Barrikaden gebaut und leidenschaftliche Lieder verfasst. Demokratie ist ein Wert an sich. So ist es nicht verwunderlich, wenn wir sie in all unsere Lebensbereiche tragen wollen. Fair soll es zugehen, keiner soll untergebuttert werden. Nicht im Sandkasten. Und auch später nicht, im Berufsalltag. Und so ist uns auch bei intrinsify.me bei unseren Gedankenexperimenten zur neuen Arbeitswelt sicher das eine… weiterlesen

Wieso der Taylorismus doch nicht ausgedient hat

Mark Poppenborg   3 Kommentare  
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Wo Top-Down-Steuerung auch heute noch ein Segen ist. Mantra artig haben wir es wiederholt – auf unseren Blogs, im Rahmen unserer Wevents. Letztlich überall, wo wir beisammen saßen: Selbstorganisation ist das A&O in der neuen Arbeitswelt. Lasst den Leuten Freiraum. Lasst sie sich entwickeln. Wirkliche Problemlösung entsteht nur dort, wo Vorschriften aufhören. Und das ist auch alles gut und richtig. Unterschreiben wir nach wie vor. Allerdings müssen wir in unserer gemeinschaftlichen Fankurve ein bisschen aufpassen. Aufpassen, dass wir nicht in ein Dogma geraten. Denn dann kommt man dermaßen in Fahrt, dass man den Bogen überspannt. Im Namen der Selbstorganisation lösen Unternehmen dann möglicherweise unreflektiert sämtliche Abteilungen auf. Schaffen all die leidigen Schnittstellen ab. Sie stampfen das komplette Regelwerk ein. Unterschriftenmappen… weiterlesen

Wieso eine Fehlerkultur bei der Arbeit Unfug ist

Mark Poppenborg   Keine Kommentare  
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Fehler vs. Irrtum Wenn euer Kleiner zum ersten Mal eine Treppe herunter steigen will, werdet ihr ihn dann einfach kopfüber runterstürzen lassen? Nach dem Motto: „Dann weiß er, dass das so nicht geht“? Nach mehreren Stürzen und Blessuren wird er dann wohl begriffen haben, dass man am besten rückwärts runter klettert, wenn man sich noch nicht so sicher auf seinen zwei Beinen bewegt. Das macht doch kein Mensch! Vielmehr werden wir dem Kleinen doch gleich am Anfang sagen, dass Rückwärts-Krabbeln die beste Alternative für den Einstieg ins Treppen-Geschäft ist. Warum denn damit hinter dem Berg halten? Fehler zulassen ist hip. Unternehmen tun heute aber oft genau das, sie fordern Fehler geradezu ein: „Mitarbeiter müssen Fehler begehen dürfen. Denn aus Fehlern… weiterlesen

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