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25 Perspektiven auf Change

Die Vielfalt der Neuen Wirtschaft

Am 4. Mai hatte ich zu einer Blogparade anlässlich des Leitthemas beim unserem 32. Wevent in Steinheim aufgerufen: Change – Wie schlagen wir Brücken von Alt zu Neu?

25 Beiträge kamen in den 4 Parade-Wochen zusammen. Bei unserem Wevent am 1.- und 2. Juli werden wir diese und viele weitere Inhalte in unserem Change Forum aufgreifen, das sich als „Parallel-Spur“ zu den Open Space Sessions durch den ganzen ersten Wevent-Tag zieht. Dort wird es u.a. auch kurze Impulse und Praxisbeispiele sowie viel Raum zur Diskussion geben.

Falls Du selbst nicht teilnehmen kannst oder Dich schon mal ein bisschen auf das Thema einstellen möchtest, findest Du im folgenden eine kompakte Zusammenfassung der Beiträge und ihrer verschiedenen Facetten.

Die Vielfalt der Neuen Wirtschaft

© elenabs – depositphotos.com

#1 Mark Poppenborg – Change Management: Wie man ein Unternehmen erfolgreich verändert

Mit dem etwas verführerischen Titel hatte ich diese Blogparade selbst eröffnet und die wesentlichen Denkfehler aufgezeigt, die dem klassischen Change Management zugrundeliegen.

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#2 Martin Lennartz – Adjacent-Possible: Hinter jeder Ecke lauern Möglichkeiten

Mit einem Blick zur Natur beschreibt Martin wie eine realistischere Sicht auf Veränderung in Organisationen gelingen könnte. Er beschreibt das Adjacent Possible Prinzip von Stuart Kauffmann. Nicht nur in der Natur, sondern auch in Organisationen findet Change evolutionär statt, durch Variation und Selektion.

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#3 Wiebke Wetzel – Best-Practice-Ansatz: Abkürzung mit Lizenz zum Scheitern

Wiebke nimmt die Praktik „Best Practice“ genau unter die Lupe und zeigt auf, warum sie bei Veränderung von Organisationen ein Denkfehler ist, der dem Unternehmen erheblich schaden kann. Sie beschreibt dabei an einem sehr konkreten Beispiel des NPS (Net Promotor Score) wie man ihrer Ansicht nach entlang von vier Fragen vorgehen könnte.

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#4 Conny Dethloff – Pfadabhängigkeit im Wandel

In diesem Beitrag stellt Conny auf anschauliche Art und Weise dar, wie Veränderungsprozesse dadurch erschwert werden können, dass einstige Nebenwirkungen zum Selbstzweck mutieren. So waren Steuerberater einst eine Nebenwirkung des komplizierten Steuergesetzes. Eine heutige Vereinfachung des Steuergesetzes hätte den Widerstand der um ihren Arbeitsplatz bangenden Steuerberater zur Folge. Der Steuerberater ist zum (Selbst-) Zweck geworden.

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32. intrinsify.me Wevent in Steinheim bei Stuttgart

Lerne vom 1.-2. Juli Gleichgesinnte kennen, die als Unternehmer, Führungskraft, Experte, Student oder Querdenker ihre Zukunft in der Neuen Wirtschaft sehen.

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#5 Gottfried Epp – New Work: Please stop being changed! Let´s change the change!

In diesem Beitrag erläutert Gottfried, was der Konstruktivismus zum Thema Change zu sagen hat. Dabei greift er mit einem Augenzwinkern meine beide Charaktere aus dem ersten Teil meines Artikels auf und stellt vier Change Agent Rollen vor.

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#6 Bianca Schön-Ott – Change: Wie schlagen wir Brücken von Alt zu Neu?

Bianca stellt dar, warum Kultur und Haltung aus ihrer Überzeugung die Voraussetzung für Change sind und widerspricht mir damit inhaltlich. Ich freue mich, dass wir so auch Kontroverse in die Diskussion bekommen. Schau mal rein.

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#7 Mark Poppenborg – Organisationsentwicklung: Wie lassen sich Organisationen wirksam irritieren?

In diesem zweiten Teil meines Artikels stelle ich 4 wirksame Instrumente für erfolgreiche Veränderung vor und schließe damit meinen Beitrag zur Blogparade ab.

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#8 Tom Dahlström – Transformation Superpowers: The Heroism Organisational Innovation Needs

Tom überfliegt (im besten Sinne) in seinem Artikel die gegenwärtigen Fragen rund um New Work und bietet als Denkhilfe u.a. das wichtige X/Y Theoriemodell von Douglas McGregor an. Mir hat die einordnende Einleitung besonders gut gefallen. Der Artikel ist auf Englisch.

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#9 Tobias Leisgang – Change – Every 24 seconds?

Basketball. Eine schöne Analogie, die Tobias in seinem Artikel nutzt, um 3 Gründe zu identifizieren, warum ein eingespieltes Team ständig erfolgreichen Change betreibt, ganz ohne Change Management Programme. Der Artikel ist auf Englisch.

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#10 Daniel Juling – So wird Ihre Firma zu einem echten Shapeshifter

Daniel wirbt in seinem Artikel für einen systemtheoretischen Blick und die Nutzung moderne IT-Systeme, die durch ihre Anpassungsfähigkeit den Lösungsraum von Unternehmen vergrößern.

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#11 Jörg Jelden – Change-Management von Morgen: Fünf Thesen für besseren Wandel in Organisationen

Entlang von 5 überzeugenden Thesen gibt Jörg in seinem Artikel einen Denkanstoß für einen wirksameren Wandel in Organisationen und einem moderneren Verständnis von Change.

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#12 Imke Schulz-Hanßen – Aus dem Nähkästchen einer Veränderungsbegleiterin

Imke stellt in ihrem Artikel zunächst ihre eigene Entwicklung hin zu einer „reiferen Veränderungsbegleiterin“ dar, um dann – aus dem Nähkästchen plaudernd – einige Erkenntnisse aus ihrer eigenen Arbeit zu teilen, die für einen aufgeklärteren Blick auf Change werben.

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#13 Nadja Petranovskaja – Was mich am Change Management und dem Umgang damit zum Durchdrehen bringt

Eine Liste von Aspekten, die Nadja in Verbindung mit Change Management zum Durchdrehen bringt verbindet sie anschließend mit einer Übersicht über Strategien zum entspannteren Umgang mit Change.

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#14 Daniel Pötzsch – Ist Change das neue “Normal”?

In diesem Interview mit Christof Hahn wird zunächst die Brücke zu John P. Kotters Standardwerk Leading Change und dem darin beschriebenen 8 Phasen Change Konzept geschlagen, um dann zu erläutern wie die Herausforderungen der VUCA (Volatility,Uncertainty, Complexity, Ambiguity) Welt auf das Vorgehen in Change Projekten wirken.

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#15 Julia Cremasco – Change – Wie schlagen wir Brücken von Alt zu Neu?

Julia leitet in ihrem Artikel zunächst her, woran das gegenwärtige Paradigma von Change krankt und schlussfolgert dann mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für ein neues Denken und ein zeitgemäßes Menschenbild.

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#16 Matthias Schmitz – Change ohne Management: Wie Meetings den Wandel fördern können

»Nur leider lässt sich Eigendynamik, das verrät schon der Begriff, weder planen noch managen.« Wenn der Beitrag nur aus diesem Satz bestünde, wäre er es schon wert gelesen zu werden. Im Kern geht es Matthias in seinem Artikel darum, die Bedeutung von Meetings als Beitrag zu wirksamer Veränderung von „Alt“ zu „Neu“ darzustellen.

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#17 Lars Vollmer – Let’s talk about Change, baby!

Mein Mitgründer Lars wirbt in seinem Beitrag zur Blogparade dafür, Change als bloße Machbarkeits-Illusion zu verstehen und sich stattdessen durch eine ständige Kombination aus „Switches & Watches“ in Richtung erfolgreicherer Organisation vorzuarbeiten.

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#18 Dieter Stößel – Organisationen verstehen, dann verändern

Bei Dieters Artikel lässt sich wahrscheinlich auf Anhieb die große Überdeckung unserer gemeinsamen Denkschule erkennen. Deswegen will ich nicht leugnen, dass mich dieser Artikel besonders angesprochen hat. Was einen bestätigt, gefällt einem, nicht wahr? Dieter erläutert wie Organisationen zunächst besser verstanden werden können und wie dann gezielt Interventionen (wie man in der Fachsprache sagt) vorgenommen werden können.

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#19 Torsten Scheller – Schafft das Change Management ab!

Ein weiterer systemtheoretisch inspirierter Artikel stammt aus der Feder Torsten Schellers. Torsten erläutert zunächst die Unmöglichkeit deterministischer Veränderung und wirbt dann folgerichtig für einen Lean Change Management Ansatz im Sinne des Lean Startup Prinzips.

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#20 Maja Kuko – Groß planen war gestern – Change geht auch im Kleinen mit Working Out Loud. Und funktioniert nebenbei auch noch

Maja beschreibt den Frust den viele im Zusammenhang mit großen Change Projekten erleben und klärt hinsichtlich eines Werkzeugs namens WOL (Working Out Loud) auf, das dazu beitragen soll, Change auch im Kleinen möglich zu machen und so auf nervenaufreibende und meist scheiternde Buy-Ins, Ins-Boot-Holen Aktionen, Change Architekturen und ähnliches verzichten zu können.

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#21 Karin Zintz-Volbracht – Worte sind das Werkzeug des Wandels

Eine ganz andere und durchaus streitbare Perspektive auf das Thema trägt Karin bei. Sie erläutert in ihrem Artikel, dass eine Neue Wirtschaft auch eine neue Sprache braucht und wie schwer es ist, diese zu etablieren.

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#22 Sven Vogt – Change Is Neither Good Nor Bad – It Just Is

Eine Lanze für die Organisationsberatung bricht Sven in seinem Artikel. Er erklärt: Bevor nicht deutlich mehr Wissen über die komplexen Zusammenhänge unter Dynamik leidender Organisationen besteht, braucht es externe Unterstützung. Ein weiterer lesenswerter Beitrag.

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#23 Reto Kessler – Was mich in der Diskussion um Change Management beunruhigt

Reto hebt in seinem Artikel den Zeigefinger gegenüber selbst ernannten Experten und ruft zu mehr Demut gegenüber der Komplexität der zu verändernden Systeme auf. Dabei weist er daraufhin, dass auch streng konventionell und hierarchisch geführte Unternehmen sehr erfolgreich sein können, wenn dieses Führungssystem zu ihrem Markt passt. Das verführt mich zur Verlinkung dieses Artikels.

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#24 Jana Brüchmann – Change – Wie schlagen wir Brücken von Alt zu Neu? ODER: Erklären Sie mal einem Kind Ihren Job

Wieder eine ganz andere Perspektive steuert Jana bei, in dem sie uns zu einem Blick durch die Augen von Kindern auf die Diskussionen rund um die Neue Wirtschaft verführt. Dabei schlägt sie beispielsweise die Selbstreflexionsübung vor, einem (fiktiven) Kind den eigenen Job zu erklären und berichtet von ihren Erfahrungen aus dem „guten alten“ Projektgeschäft, indem die Arbeit noch nicht durch Business Theater gestört wurde.

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#25 Kun Ya Andrea Schmidt – Fürchte Dich vor dem Stillstand

Der chronologisch zuletzt beigetragene Artikel unserer Blogparade erklärt, wie Change Management in seinem herkömmlichen Verständnis gegen die natürlichen Grundgesetzmäßigkeiten von uns Menschen und der Natur verstößt und so den evolutionären Veränderungsfluss aus dem Gleichgewicht bringt. Kun Ya Andrea weist auf die Meditation als Zugangstor zum integralen Bewusstsein hin und ist davon überzeugt, dass die Offenheit der New Work Bewegung in der Lage sein könnte, diese vergessene Welt der vollständigen Verbundenheit zu erinnern und so sämtliche Change Werkzeuge obsolet zu machen.

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Fazit

Vielen Dank für die überwältigende Anzahl von Beiträgen und die tatsächlich SEHR unterschiedlichen Perspektiven. Zugegebenermaßen kann ich ihnen inhaltlich nicht immer etwas abgewinnen, genauso wie viele meinen Ansichten nichts abgewinnen werden können.

Diese Blogparade hat mit ihren alleine 25 Beiträgen gezeigt, wie vielfältig die Bedürfnisse, Sichtweisen und Probleme der Neuen Wirtschaft sind. Deshalb betone ich auch so unerlässlich, dass wir mit intrinsify.me ein Spiegel dieser Vielfalt sein wollen und meine Meinung genau das ist: eine Meinung unter vielen.

Ich freue mich auf eine Fortsetzung und insbesondere eine weitere Vertiefung der Debatte auf unserem 32. Wevent in Steinheim.

Welcher Beitrag hat Dich am meisten inspiriert?

Schreibe doch ein paar Zeilen in das Kommentarfeld, welcher Beitrag Dich am meisten inspiriert hat und warum. Die Autoren freuen sich bestimmt über ein bisschen Kritik.

 

Verpasse keine neuen Beiträge und werde zum Experten der Neuen Wirtschaft

Geschrieben von

Blogauthor Mark Poppenborg intrinsify.me
Mark Poppenborg

Mark ist der Gründer von intrinsify.me. Mark erforscht seit Jahren eine Vielzahl von Pionier-Unternehmen, die radikal neue Wege in der Führung bestreiten. Seine tiefgreifenden Erkenntnisse führt er auf innovative Weise in seiner Beratungsarbeit, Seminaren und Speaker-Auftritten der Wirtschaft zu. Mark ist ebenfalls Gründer der Future Leadership eAcademy und eines Online Business (Paleo Jerky), das sich unter seiner Führung zum deutschen Marktführer für gesundes Beef Jerky entwickelte. Insofern ist er nicht nur Vordenker sondern auch Vormacher der neuen Arbeitswelt.

Erschienen am

Donnerstag, 15. Juni 2017

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6 Kommentare auf "25 Perspektiven auf Change"

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Tobias
Gast

Am meisten hat mich Jana’s Artikel inspiriert:
https://janabruechmann.de/news/change-wie-schlagen-wir-bruecken-von-alt-zu-neu/

Die Gründe sind vielfältig:
– Passt perfekt auf meinen beruflichen Kontext (Grosskonzern und das entsprechende „Theater“)
– Erkläre es deinen Kindern (funktioniert auch mit der Frau) funktioniert prima. Habe ich selbst schon ausprobiert und das Kopfschütteln/Stirnrunzeln/Nachfragen hilft extrem Praktiken zu hinterfragen. Einfach unbezahlbar!
– Jana’s Handlungsvorschläge sind einfach umzusetzen. Einfach einen rausnehmen und mal machen. Kostet kaum Zeit und geht ohne Projekt/Budget/Arbeitskreis/<> 😉

Daniel Juling
Mitglied

Wieder so eine Erfahrung!
Viele verschiedene Perspektiven zu EINEM Thema, die einem Überfordern.

Vor Jahren habe ich virtuelle Philosophische Cafés durchgeführt, wo hochgebildete Menschen, aus verschiedenen Fachrichtungen zu einem gemeinsamen Thema diskutiert haben – http://de.consenser.org/philosophisches_cafe . Anfangs wurde versucht wertschätzend sich gegenseitig zu verstehen, doch irgendwann kippte es und es entstanden Gruppierungen, wo sich die „Gleichgesinnte“ gegenseitig ihre Argumente bestätigten – Filterblasen. Der Ton zwischen den „Andersdenkenden“ wurde härter, so dass am Ende um die Positionen „gekämpft“ wurde.

Auf den Punktgebracht: Irritationen können auf zwei Arten verarbeitet werden.
a) Durch Lernen = eigenes Weltbild erweitern
b) Durch Wissen = eigenes Weltbild durchsetzen

Theoretischer Hintergrund: http://nichtwissen.com/Wissen_über_Nichtwissen/psychische-kohärenzregelung

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[…] change had been the topic on this blog for the past 3 weeks, the first item is a collection of blog posts about change. Many of them are in German, but you’ll also find a few in English (search the page for […]

Dagmar
Gast

Danke Imke !! du hast den Weg skizziert, den es braucht, um von ALT zu NEU zu kommen und um große Organisationen mit ihrem extrem hohen Anteil an Sandwich-Managern erst mal zu dem Punkt zu führen, über die Herausforderungen sprechen zu können und zu dürfen. und erst mit der Reflektion dieser großen Gruppe kann das „Schwingen der Schaukel“ einsetzen…

Dagmar
Gast

danke Imke… (hatte bereits einen Kommentar geschrieben – der ist nun weg..?) … daher nochmal: du beschreibst genau den Weg, den es braucht für große Organisationen (ich spreche nicht von start ups). Bewegung gerade im mittleren Sandwich Management kann nur so geschehen, wie von dir erklärt. wenn große Organisationen den Weg von ALT zu NEU nicht transformativ begleiten und sich darauf verlassen, dass das ohne geht , bleiben sie auf ALT stehen und bewegen sich damit rückwärts. und die Konsequenz davon kennt jeder.

Lydia
Gast

Sehr schöne Beiträge, danke. Leider ist diese Blogparade völlig an mir vorbeigegangen. ZUFÄLLIG hatte ich aber vorige Woche den Beitrag „Wie Veränderung gelingt“ auf „The Org Project – science for new work“ gepostet, den ich Euch nicht vorenthalten möchte: https://theorgproject.wordpress.com/2017/06/12/wie-veraenderung-gelingt/

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